Beleuchtung

Die Beleuchtung ist wohl eines der wichtigsten Themen in der Terrarienkunde. Allerdings auch eines der beliebtesten Streitthemen, was nun die ideale Beleuchtung ausmacht.

SonneVorweg sei gesagt, dass das Empfinden und Nutzen des Lichtes bei Reptilien auf eine andere Art und Weise geschieht, als bei uns Menschen. So treten gerne Missverständnisse, gerade in Bezug auf Helligkeit und ausreichender Ausleuchtung auf.

Das für unsere Tiere am besten geeignete Licht ist das natürliche Sonnenlicht. Leider ist es unmöglich das Farbspektrum gepaart mit der Lichtstärke und Intensität völlig nachzuahmen. Da wir unsere Bartagamen aber nur bedingt mit echtem Sonnenlicht in Kontakt bringen können, ist es wichtig das Bestmögliche aus unserer künstlichen Beleuchtung rauszuholen. Hierzu ist eine Kombination aus mehreren verschiedenen Lampen unumgänglich.

Reptilien sind im Allgemeinen Tetrachromaten. Das bedeutet, dass Bartagamen auch im UV-A Bereich sehen können und somit die UV-Strahlung direkt wahrnehmen können.

Somit kann das Befinden einer Bartagame stark gestört werden, wenn das künstliche Licht nicht ein kontinuierliches Bandenspektrum liefert und im schlimmsten Fall kein bis kaum UV-Licht vorhanden ist. Dieser Mangel kann von den menschlichen Augen an sich nicht wahrgenommen werden und es sollte bedacht werden, dass viele herkömmliche Leuchtmittel dem Menschen und nicht den Bedürfnissen unserer Reptilien angepasst sind.

Kranke Bartagame
Viele Bartagamenerkrankungen führen auf eine unausgewogene Ernährung und vor allem auf eine falsche Beleuchtung zurück, welche sich zu einem lebensbedrohlichen Zustand für das Tier entwickeln kann. Von Apathie, Inappetenz und Anorexie bis hin zur Rachitis und anderen schwerwiegende Erkrankungen.